Hormonell bedingter Haarausfall

Obwohl offensichtlich überwiegend Männer von Haarausfall betroffen sind und uns im Prinzip nur Männer als die typischen Glatzenträger bekannt sind, ist Haarausfall nicht nur ein rein männliches Phänomen. Tritt es bei Frauen auf, ist es meist nicht nur eine größere psychische Belastung für die Frau selbst, sondern erregt auch die Blicke der Öffentlichkeit in einem weitaus höherem Maße als bei Männern.

Haarausfall bei Frauen kann für die Betroffenen sehr belastend sein und raubt ihnen einen großen Teil ihres Wohlbefindens und ihres weiblichen Selbstwertgefühls. Zu einer ausgewogenen Haargesundheit gehört nicht nur eine gesunde Ernährung, um Körper und Haar alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine zuzufügen, die sie brauchen, sondern auch eine zufriedene Lebenssituation. Das Gleichgewicht der Seele wirkt sich ebenso auf Haut wie Haar aus und spiegelt sozusagen das Innere des Menschen wieder. Stress als einer der Faktoren für den Haarausfall bei Frauen kann deswegen frühzeitig und prophylaktisch aus dem Weg geräumt werden, wenn man um ein gutes Zeitmanagement und genügend Schlaf bemüht ist. Manchmal helfen Frauen Yoga oder autogenes Training, um sich einen Ausgleich zum stressigen Arbeits- wie Familienalltag zu schaffen.

Da weiblichen Haarausfall auch eine falsche Ernährung bedingt, sollten Frauen, die eine Diät machen, ihre Gesundheit nicht außen vor lassen und gezielt darauf achten, was für ihren Körper und ihre Haare notwendig ist. Andernfalls geht der Schuss nach hinten los und mit Abschluss der Diät und dem Resultat eines makellosen Körpers beginnen Behandlungen zur Haut- und Haartherapie. Das muss nicht sein. Das Bewusstsein für ein äußeres ansprechendes Erscheinungsbild sollte mit demjenigen für eine innere Gesundheit und Ausgewogenheit im Einklang stehen.

Am Häufigsten von Haarausfall betroffen sind Frauen über 45, oft erblich bedingt oder durch die hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren. Veränderungen des weiblichen Zyklus führen zu einer Veränderung der hormonellen Zusammensetzung im menschlichen Körper. Durch die Reduzierung der Funktion der Eierstöcke wird vor allem der Östrogenspiegel der Frauen stark gesenkt. Östrogen ist in seiner hormonellen Funktion im Wesentlichen verantwortlich für die Ausbildung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, aber auch für das Haarwachstum der Frau. Bei Östrogenmangel bleibt der Haarwuchs nach und nach aus und betroffene Frauen werden heimgesucht von lichtem und durchscheinendem Haar.

Allerdings können auch Frauen vor Erreichen des 45. Lebensjahres mit diesen Problemen konfrontiert sein: hormonelle Veränderungen durch Absetzen der Anti-Baby-Pille bringen gleiche Konsequenzen mit sich. Ein zu niedriger Östrogenspiegel verhindert das Haarwachstum, was sich in diesen Fällen jedoch nach ein paar Wochen oder Monaten wieder einstellt. Die Haare wachsen nach einer Phase der Regeneration und einem stabilisierten Hormonhaushalt wieder ganz natürlich und normal nach.

Falls der Haarausfall allerdings länger ausbleibt und außer Rand und Band gerät, gibt es verschiedene Methoden, ihm entgegenzuwirken. Die langfristig empfehlenswerteste Therapie ist, den Haarausfall an seiner Wurzel zu bekämpfen. Hilfreich sind dazu Haarmittel, die mit ihrer Kombination von schwefelhaltigen Aminosäuren und B-Vitaminen dem Haar genau die Aufbaustoffe zufügen, die es braucht, um gesund zu wachsen.

Add A Comment