Mutter werden ist nicht schwer und für viele erfüllt sich mit dem ersten Kind der Traum von Familie und der persönlichen Erfüllung. Kinder bereichern unser Leben so sehr und spätestens mit der Geburt unseres ersten Kindes wird auch jedes Mädchen früher oder später erwachsen. Doch wie ist es eigentlich, Vater zu werden?
Muttertest oder Vaterschaftstest?
Entstammt das Kind einer intakten Beziehung und ist es das Resultat von der Liebe zwischen zwei Partnern, so dürfte in der Regel eigentlich klar sein, wer der Vater ist. Hatte die Frau keine Seitensprünge oder regelmäßige sexuelle Kontakte mit anderen Männern, so steht die Vaterschaft eindeutig fest. Doch was ist, wenn sich die Mutter nicht hundertprozentig sicher ist, wer nun der leibliche Vater des Kindes ist? Man könnte dann auch von einem Muttertest sprechen, wenn sie sich nicht einmal sicher ist, aus welchem Geschlechtsverkehr heraus sie schwanger wurde und das Kind entspringt.
Die Moral vieler Frauen von heute lässt zu wünschen übrig und häufig wechselnde Partner oder Sexualkontakte führen zu einer immer größeren Verbreitung des Vaterschaftstests in Deutschland. Schließlich hat ein jeder ein Recht darauf, zu wissen, ob er der Vater ist oder nicht. Ganz abgesehen von der persönlichen Zugehörigkeit zum Kind und der gefühlvollen Verbundenheit, geht es bei einer Vaterschaft natürlich auch um rechtliche und finanzielle Aspekte.
Vater und Kind
Zweifelt der vermeintliche Vater etwa nach der Geburt, er könnte gar nicht der leibliche Vater sein, weil ihm das Neugeborene in so gar keiner Richtung nachkommt, kann er von der Mutter einen Vaterschaftstest verlangen. Dabei wird meist mit Hilfe einer Speichelprobe DNA aus der Mundschleimhaut des Vaters entnommen und anschließend mit der DNA des Kindes verglichen. Durch diese genetische Analyse lässt sich einwandfrei feststellen, ob Vater und Kind verwandt sind oder nicht. Laut aktueller Schätzungen stammen rund fünf bis zehn Prozent aller in einer Ehe geborenen Kinder nicht vom Ehemann ab und sind also nicht Kinder des Vaters, der es vorgibt zu sein. Folglich ist jedes zehnte bis zwanzigste Kind nicht das leibliche Kind eines Vaters. Diese Zahlen mögen viele erschrecken, allerdings gibt es drei rechtliche Regeln, die die Vaterschaft eines Kindes ganz klar definieren:
Vater eines Kindes ist der Mann,
- der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
- der die Vaterschaft anerkannt hat
- oder dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde und mittels eines Vaterschaftstests gentisch bestimmt wurde.
Für klare Verhältnisse sorgen
Vaterschaftstests sind natürlich eine unangenehme Angelegenheit, sowohl für die Mutter als auch den Vater. Am meisten jedoch leiden natürlich wieder einmal die lieben Kleinen darunter und das, obwohl sie am wenigsten dafür können. Deswegen sollte man als Mutter dann deswegen doch so offen und ehrlich sein, von Anfang an für klare Verhältnisse zu sorgen und den biologischen Vater vom Zeitpunkt der Befruchtung an auf seine Pflichten und Rechte hinzuweisen. Dann fühlen sich auch die Kleinen am wohlsten.