Der Frühjahrsputz steht vor der Tür, selbst wenn der Frühling selbst noch zögerlich am Wegesrand wartet. Da sollte man sich überlegen, ob das eigene Putzequipment noch für diese Aufgabe ausreicht oder ob man sich zur neuen Saison neue Putzutensilien gönnen sollte. Der Staubsauger ist eines unserer am häufigsten benutzten Reinigungsgeräte. Zeit, sich einmal mit diesem auseinanderzusetzen.
Die Geschichte des Staubsaugers
Der Staubsauger ist viel älter, als man denkt. Bereits im 19. Jahrhundert wurde fleißig staubgesaugt und der Putzalltag durch ihn so massiv erleichtert. Angefangen hat das alles in den Vereinigten Staaten von Amerika. In den siebziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts kam ein findiger Hausmeister namens James Murray Spangler auf die Idee, ein Gerät zu erfinden, dass den Staub nicht wie bisher davonbläst, sondern ihn einsaugt. Seine simple Konstruktion bestand noch aus einem Ventilator, einem Kasten und einem Kissen. Schnell konnte Murray mit seiner Erfindung Begeisterung verursachen, so dass die Firma “Hoover Harness and Leather Goods” das Patent abkaufte. Die Firma ist heute unter anderem Namen im Geschäft bekannt. Ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts war der Staubsauger (oder Entstaubungspumpe, wie er in Deutschland bei seiner Einführung hieß) dann auch für den nicht ganz so wohlhabenden Bürger erschwinglich. Die Konstruktion war jedoch noch sehr ungewöhnlich. Eingesaugt wurde der Staub über einen Handstaubsauger, der an ein im Haus verteiltes Rohrsystem angeschlossen war. Erst in den 80er Jahren kamen wirklich unabhängige und für jeden erschwingliche Handstaubsauger auf den Markt.
Wie funktioniert der Staubsauger?
Die verschiedenen Ausführungen des Staubsaugers unterscheiden sich in ihrer Grundausstattung nicht maßgeblich. Ein Motor sorgt über einen ein- oder zweistufigen Radialverdichter für den entsprechenden Unterdruck des Gebläses, damit dieses Schmutzpartikel ansaugen kann. Über ein angeschlossenes, flexibles Saugrohr wird der Schmutz in das Innere des Staubsaugers befördert. Die Partikel werden im Inneren über verschiedene Verfahren aufgefangen, so dass die eingesaugte Luft gesäubert wieder entweichen kann. Die bekannteste Variante ist sicherlich der Beutelstaubsauger. Dieser beinhaltet einen luftdurchlässigen Beutel, in dem die Schmutzpartikel hängenbleiben. Hinter dem Beutel ist noch ein Grobfilter angebracht, der den Motor vor Verschmutzung schützt.
Bauvarianten
Der sogenannte Bodenstaubsauger ist die üblichste Saugervariante. Auf dem Boden zieht man die Saugeinheit beim Putzen hinterher und in ihr sind Motor und Filter untergebracht. Zumeist hält man einen länglichen Saugstab, auf den verschiedene Aufsätze gebracht werden können. Daneben gibt es den Handstaubsauger, der bequem herumgetragen werden kann und so flexibler ist. An ihm findet sich für gewöhnlich kein Saugrohr. Er wird zumeist für die Reinigung von Möbeln verwendet. Eine Variante mit Saugstab bezeichnet man als Rüsselstaubsauger.